WTF, AI!

Für einen Vortrag über den Einsatz von KI in verschiedenen Bereichen, bin ich bei der Recherche auf viele Artikel, Vorträge und Reportagen gestoßen, die in mir ein WTF, AI! hervorgerufen haben. Positive, wie Negative. Daher habe ich mich dazu entschlossen, diese Fundstücke hier im Blog zum Besten geben. Anfangen möchte ich mit einem Tastatur Layout, das ein durch eine KI optimiert wurde.

Das Layout hört auf den Namen Halmak und hat die Tasten, mithilfe einer „KI“ optimal angeordnet, um effizient damit zu arbeiten. Ein Arbeitskollege von mir benutzt Dvorak als Layout, was immer wieder witzig ist, wenn jemand an seinem Rechner tippen möchte. Aber auch umgekehrt.

Klar, das klassische QWERTZ als Layout hat seinen Ursprung in den mechanischen Schreibmaschinen. Heute gibt es keine Mechanik, die verhaken kann. Damit stehen Tür und Angel offen für optimierte Layouts für minimal Bewegung der Finger. Dank einer KI wurde nun eine Verbesserung um 134 % ggü. dem normalen QWERTZ-Layout erreicht. Nikolay Nemshilov hat das wunderbar in seinem Blog dokumentiert. WTF AI!

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Daten, Daten, Daten – Gesichter für die KI

Wer ein neuronales Netz trainieren möchte, benötigt sehr viele Daten. Das ist allgemein bekannt. Doch woher kommen die Daten? Sind es Netze, die das Verhalten einer Produktionsmaschine lernen sollen, ist es noch relativ einfach. Die Sensoren liefern Daten und der Mensch kann sie klassifizieren. Damit kann man lernen. Es existieren Unmengen von offenen Datenbanken mit Trainingsdaten für nahezu alle Arten von neuronalen Netzen. Kaggle hat einiges an Sets, damit man sein Algorithmus anlernen und validieren kann. Viele Unternehmen bieten unter dem Begriff Open Data einige Daten, wie beispielsweise die Bahn es tut.

Die Frage ist, woher diese Daten alle Stammen. Bei den Daten der Unternehmen ist es noch relativ einfach zu sagen. Trainingssets für Bilderkennung sind da schon schwerer nachvollziehbar.

Eine bekannte Datenbank für Gesichtserkennung ist MegaFace. Darin enthalten sind Millionen von Trainingsdaten und Testsets. Ein Traum – vor allem für die, die Algorithmen verbessern, neuronale Netze trainieren oder validieren möchten.

Nur, woher stammen diese Bilder?

Die KI und die optische Illusion

Bilderkennung und die Interpretation des gesehenen ist derzeit eine der meistgenutzten Errungenschaften der modernen KI, oder besser gesagt: Deep Learning.

Die neuronalen Netzwerke werden in der Regel auf eine Art von Muster trainiert. Beispielsweise ein Hund. Zeige ich dem Netz ein Katzenfoto, wird es sehr wahrscheinlich sehr weit daneben liegen. Ein trainiertes Netz kann meist nur eine Aufgabe erledigen – diese aber ziemlich gut. Die Fähigkeit schnell umzuschalten und andere Dinge zu interpretieren, haben wir Menschen den Algorithmen derzeit weit voraus. Klar, es gibt Dienste, wie die Cognitive Services von Microsoft, die bereits viel mehr erkennen und interpretieren. Dennoch kann unser Gehirn besser abstrahieren, vor allem wenn es sich um optische Täuschungen, bzw. Illusionen handelt.

Google Cloud Vision ist in der Lage, die Erkennung der bekannten Illusion einer Ente und eines Hasen korrekt zu klassifizieren und eben so wankelmütig zu sein, wie unser Hirn. Das ist schon beeindruckend, zumal das Bild nicht jeweils als einzelnes erkannt wird, sondern die Rotation der Illusion korrekt zugeordnet wird. Mag relativ primitiv klingen, ist für eine KI dennoch eine ziemlich große Leistung. Wieder ein Schritt näher an der Superintelligenz.

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XING kündigen – oder: UX from hell!

Ich habe versucht, schnell meine Xing-Premiummitgliedschaft zu kündigen. Gar nicht so einfach, wie es sich herausstellt.

Erst mal muss man eine „Supportanfrage“ stellen. Dabei natürlich Projobs, Premium Plus und Benefits Plus auswählen (Habe keins davon, sondern nur einfaches Premium“). [EDIT: Da steht ja Premium, habe es überlesen, in meiner Rage.]

Natürlich wird in einem weiteren Schritt gefragt, warum man kündigen möchte.

Klickt man weiter, bekommt man rund 1,5 Seiten Werbung für einen Premiumaccount (Ja, genau das, was man kündigen möchte!). Ganz unten finden sich dann diese Passage:

Klickt man hier weiter, wird eine E-Mail zugestellt, bei der man wiederum auf einen Button klicken muss, damit der Kündigungsprozess eingeleitet werden kann. Auf der folgenden Landingpage muss man noch mal einen Button klicken, um zu kündigen.

Meine These: Wer einen guten Dienst hat, macht den Prozess zum schnellen Abschluss einer Mitgliedschaft ganz schlank. 1-2 Klicks. Fertig. Den Kündigungsprozess ebenso! Wer nicht mehr Mitglied sein will, sollte genau so schnell wieder rauskommen. Keine solchen nervigen Prozesse, die einfach nur unnötig sind und garantiert nicht dazu führen, dass Menschen die Plattform nicht verlassen werden. Überzeugt mit Inhalten, Services etc. Aber versucht nicht, die Menschen mit billigsten Tricks auf der Plattform zu halten. So was nervt einfach nur. Denkt an die Benutzer. XING möchte eine führende Rolle im New Work sein. Wenn ihr so mit euren Mitarbeitern umgeht, wie mit jemanden der nicht mehr bezahlen möchte, wird das ein langer Weg.

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Wie Minecraft in echt!

Meine Kinder spielen seit einigen Jahren Minecraft. Ich bin der stille Beobachter und immer wieder fasziniert, wie cool manche Spielmodi sind. Am liebsten schaue ich bei Gleiten zu. Die Strecke durch den Canyon ist echt abgefahren.

Man stellt sich dann gerne vor, wie das in „Echt“ sei. Dank Drohnen und talentierten Piloten ist das tatsächlich zu sehen! Ist in echt fast wie in Minecraft, nur in besserer Auflösung! Nach dem genialen Video aus Norwegen, ein weiteres Highlight in Sachen Drohnenflug.

Hut ab vor dem Piloten.

Stimmen. Überall Stimmen

Conversational User Interfaces sind weiterhin der letzte Schrei. Seien es Chatbots oder Voice Assistants (eigentlich auch Chatbots, nur das Eingabe- und Ausgabe-Interface unterscheidet sich).

Natürlich gesprochene Anweisungen sollen zum gewünschten Ergebnis führen. Automobilhersteller integrieren Assistenten in ihre Systeme, um die Fahrer möglichst wenig abzulenken.

Was macht Amazon?

Dreizehn neue Einträge später

Mitte August habe ich beschlossen, endlich wieder mehr zu schreiben. Themen, die mich beschäftigen in Blogeinträgen zu verarbeiten. Da ich diesmal keine große Lust hatte, ein WordPress irgendwo zu hosten, zu administrieren und anzupassen, habe ich beschlossen mal zu schauen, was WordPress.com so bietet. Teurer als selbst hosten ist es nicht. Und ich muss gestehen, ich mag WordPress. Ich habe auch andere Seiten, die mit Static Site Generatoren erstellt wurden. Doch ist mir bei diesen Systemen der Aufwand einen Artikel zu schreiben etwas zu hoch. Zum Schreiben nutze ich seit zwei Jahren Ulysses auf dem Mac. Ich kann direkt einen Artikel veröffentlichen, brauche keine Build-Skripte oder Ähnliches. Ich schreibe ausschließlich in Markdown. In WordPress habe ich den Gutenberg Editor lieben gelernt. Aber warum wollte ich wieder mehr schreiben? Das ist eigentlich einfach.

PLING! You’ve got mail!!11!

„Ich rufe an, um zu fragen, warum du auf die Chat-Nachricht nicht reagierst, in der ich nachgefragt habe, ob du die E-Mail schon gelesen hast, die ich vor 5 Minuten geschickt habe.“

Leicht überspitzt, aber ich glaube das kennen einige. Die ständige Erreichbarkeit und nahezu verzögerungsfreies Reagieren wird von vielen Menschen als selbstverständlich angesehen. Asynchrone Kommunikationswege werden wie Live-Chats benutzt. Hinzu kommen unnötige Nachrichten, wie

„OK!“

Die gleichen Menschen klagen auch über ihre ungeheure Workload und dass sie zu nichts mehr kommen. Ganz leise im Hintergrund hört man die Klänge der Mitteilungen, die den Eingang neuer Nachrichten auf irgendeinem Kanal angekündigt hat. Zack, schnell in den Mail-Client wechseln. Könnte ja eine wichtige Nachricht sein. Ah, eine WhatsApp. Und im Chat blinkt es auch so schön – vier neue Nachrichten. Stimmt, ich verstehe auch nicht, wieso man zu nichts mehr kommt.

Elektromobilität – Ja, aber…

Meine Heimat ist auf dem Land. Ich fahre täglich 30 km zur Arbeitsstätte und 30 km wieder nach Hause. Eine Strecke dauert mit dem Auto ca. 25-30 Minuten. Klar, es gibt Tage, da ist mehr Verkehr, die halten sich glücklicherweise in Grenzen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauert eine Strecke rund 60 Minuten – von zu Hause zum Bahnhof, dann zum Zielbahnhof und schließlich noch mit dem Bus zum Büro. Somit ist für mich das Auto alternativlos. Momentan fahre ich einen Diesel, da das wirtschaftlich die beste Alternative ist. Ich würde sehr gerne ein KFZ mit Elektroantrieb für die Pendelei anschaffen, doch ergeben sich hierbei einige, nicht unerhebliche Herausforderungen.