XING kündigen – oder: UX from hell!

Ich habe versucht, schnell meine Xing-Premiummitgliedschaft zu kündigen. Gar nicht so einfach, wie es sich herausstellt.

Erst mal muss man eine „Supportanfrage“ stellen. Dabei natürlich Projobs, Premium Plus und Benefits Plus auswählen (Habe keins davon, sondern nur einfaches Premium“). [EDIT: Da steht ja Premium, habe es überlesen, in meiner Rage.]

Natürlich wird in einem weiteren Schritt gefragt, warum man kündigen möchte.

Klickt man weiter, bekommt man rund 1,5 Seiten Werbung für einen Premiumaccount (Ja, genau das, was man kündigen möchte!). Ganz unten finden sich dann diese Passage:

Klickt man hier weiter, wird eine E-Mail zugestellt, bei der man wiederum auf einen Button klicken muss, damit der Kündigungsprozess eingeleitet werden kann. Auf der folgenden Landingpage muss man noch mal einen Button klicken, um zu kündigen.

Meine These: Wer einen guten Dienst hat, macht den Prozess zum schnellen Abschluss einer Mitgliedschaft ganz schlank. 1-2 Klicks. Fertig. Den Kündigungsprozess ebenso! Wer nicht mehr Mitglied sein will, sollte genau so schnell wieder rauskommen. Keine solchen nervigen Prozesse, die einfach nur unnötig sind und garantiert nicht dazu führen, dass Menschen die Plattform nicht verlassen werden. Überzeugt mit Inhalten, Services etc. Aber versucht nicht, die Menschen mit billigsten Tricks auf der Plattform zu halten. So was nervt einfach nur. Denkt an die Benutzer. XING möchte eine führende Rolle im New Work sein. Wenn ihr so mit euren Mitarbeitern umgeht, wie mit jemanden der nicht mehr bezahlen möchte, wird das ein langer Weg.

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