Screenshot Wordle

Wordle – Glücksrad reloaded

Wer auf Twitter aktiv ist, hat garantiert einen Tweet zu Wordle gesehen. Ja, ich mag dieses Spielchen ebenfalls. Jeden Tag ein Buchstabenrätsel. Kurz erklärt: Errate ein aus 5 Buchstaben bestehendes Wort innerhalb von sechs Versuchen. Wenn ein Buchstabe an der korrekten Position steht, wird er grün, ist er enthalten, aber nicht an der richtigen Position gelb und falls gar nicht im Wort, grau.

Es erinnert an Hang man oder auch das Glücksrad, nur dass man ganze Wörter rät. Das Spiel ist so einfach wie genial. Durch die virale Verbreitung der Tweets ist es in aller Munde, obwohl keinerlei Hinweise, wo man es spielen kann oder anderweitige Werbung enthalten sind.

Witzig finde ich die Tatsache, dass sich mittlerweile einige Menschen auch strategisch daran abarbeiten. Es existieren Artikel, mit welchen Worten man am besten anfängt, um meisten Vokale und häufig benutzen Buchstaben schnell zu erkennen. Große Spielemagazin, renommierte Zeitungen und persönliche Blogs. Jeder weiß, wie es besser geht.

Mich erinnert das an das gute alte Glücksrad im auf SAT1. Auch dort existierte eine Strategie, die so ziemlich jeder Kandidat angewandt hat: Beginne mit dem ERNSTL! Gilt natürlich nur für die deutsche Sprache.

Es ist spannend, wie viel Wirbel Wordle erzeugt, ohne echte Werbung und ohne Twitter mit Links zuzuspammen. Einfach ein paar farbige Kästchen im Tweet und der Name an sich. Dazu gibt es nur einmal am Tag ein neues Rätsel. Das und die kryptischen Tweets machen den Reiz aus. Clone sprießen wie Pilze aus dem Internet, doch noch hat kein Clone Wordle den Rang abgelaufen. Erfrischend zu sehen, dass gute Idee auch ohne viel Marketing erfolgreich sind – wenn auch ohne Monetarisierung, doch das ärgert den Entwickler bestimmt mehr als die Spieler.

Ach so, der Link? Na ja, den findet ihr bestimmt selber!


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