Change!

Und, wie war die Woche? #30

Die vergangene Woche war ereignisreich. Nicht nur, dass ich endlich mit der Physiotherapie für den Rücken beginnen konnte, NEIN: Ich habe mich nach 17 Jahre von der Digitalagentur-Welt und dem Dienstleistertum getrennt. Die Agenturwelt hat sich sehr verändert in dieser Zeit, was es auch immer wieder spannend machte. Doch letztlich habe ich für mich entschieden, dass ich das nicht bis ans Ende der Berufstätigkeit machen möchte. Ein Change musste her!

Als Dienstleister wird man schnell zu einem Spielball der Auftraggeber. Projekte werden umgesetzt, die allem Anschein nach nur dazu dienen, monetäre Ziele der Auftraggeber auf Kundenseite zu erreichen. Die viel zitierte Digitalisierung des Mittelstands ist ein Kraftakt für Agenturen. Ansprechpartner aus einer anderen Zeit, deren Anpassungswille teilweise recht überschaubar ist. Dazu haben große Unternehmen erkannt, dass Agenturen auf Dauer teuer sind und gründen ihre eigenen In-House-Agenturen. Etats werden geringer, Ansprüche höher.

Raus aus dem Hamsterrad

Darauf habe ich keine Lust mehr. Ich möchte etwas nach vorne bringen, dass mir Spaß macht. Etwas, hinter dessen Idee das gesamte Team steht und brennt. Ein Produkt, eine Plattform oder wie auch immer man es nennen möchte. Der oft zitierte Purpose ist wichtig. Ups, jetzt habe ich es wirklich geschrieben … Purpose – aber damit beschreibt man heute, worum es geht. Der Zweck der Erwerbstätigkeit. Frei nach Frithjof Bergmann: Arbeit, die man wirklich, wirklich will.

Das hat mich 2021 umgetrieben. Für 2022 musste sich was ändern. So geht es nicht weiter. Mit viel Geduld und Zeit habe ich mir vieles angeschaut, geredet und auch den Kopf geschüttelt.

Der Change: Manchmal geht es schnell

Letztlich war es einmal mehr der Zufall, der mich zu einer neuen Herausforderung brachte. Ein unscheinbarer Post in LinkedIn. Erstes Interview Ende Dezember. Zweites Gespräch ein Tag später, eine Nacht darüber geschlafen und am 31.12.2021 Vertrag unterschrieben und gekündigt.

Letzte Woche, genauer am 01.04.2022 ging sie los, meine Reise in die Welt der Start-ups! Ich bin Teil von COPETRI, das meine Lieblingsthemen IT, New Work und auch Daten in einem Produkt/Plattform vereinen wird. Dazu ein tolles Team und nicht mehr die Rolle eines Dienstleisters.

Das wird eine spannende Reise und ich freue mich darauf. Manchmal geht es schneller, als geplant und man muss spontan und mutig sein. Stellt man fest, dass man sich unwohl fühlt, zieht einen Schlussstrich. Für mich war es die Erkenntnis, dass ich nicht mehr für Zielvereinbarung anderer arbeiten möchte, nicht in verkrusteten Unternehmensstrukturen behindert werden und eine Aufgabe erfüllen möchte, für die ich selbst brenne.

In diesem Sinne, bis nächste Woche!


Photo by Brett Jordan on Unsplash


Diesen Beitrag teilen:

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.