Die Woche

Und, wie war die Woche #2

Ich weiß nicht, wie es euch so geht. Aber mich nervt dieser Wahlkampf. Auf einer Skala von nicht ordentlich zitierten Texten bis hin zu Waldräumungen, die rechtswidrig waren und mindestens einem Menschen das Leben gekostet haben, sind wir ungefähr bei „Wir dulden den rechten Dude“.

Mich nerven diese Berufspolitiker. Keine Inhalte, keine Kompromisse und vor allem auch kein Anstand mehr. Angefangen hat es mit nicht ordentlich gekennzeichneten Zitaten, respektive Quellen nicht genannt. Was waren alle schockiert! Wie kann sie nur? Zur Einordnung: Sie hat keine Doktorarbeit plagiiert, sondern in einem Sachbuch Quellen nicht korrekt angegeben. Dagegen wirkt natürlich die Ignoranz gegenüber dem größten Steuerbetrug in Deutschland wie Peanuts. Oder etwa ein Kohlekraftwerk, das nach Meinung von Gerichten nie in Betrieb hätte genommen werden dürfen. Eine illegale Räumung des Hambacher Forst unter einem nicht existenten Vorwand, Notenwürfeln, weil Klausuren verschlampt oder mal schnell das Ministerium des unbeliebten Konkurrenten auf das angestrebte Amt, einer Razzia unterziehen. Weil man es kann und zufälligerweise ein Parteifreund alles in die Wege leiten könnte. Würde keiner machen, ich weiß. Vor allem im Hinblick auf das, was wirklich wichtig ist. Uns brennt der Planet wortwörtlich unter dem Hintern weg, wenn wir so weitermachen. Klar, da denkt man erst mal an die Wirtschaft, den Markt und seine persönliche Karriere.

Mir geht es nicht in den Kopf. Ich weiß, ich mag sehr naiv klingen, aber warum versucht man nicht mal gemeinsam(!) echte Probleme zu lösen? Wir stoßen zu viel CO₂ aus? Lass uns eine Lösung finden, ohne aus Reflex zu blockieren. Ich arbeite seit Jahren mit und in Teams. Bei Workshops gibt es meist eine Regel: Es gibt keine schlechten Ideen. Alles darf gesagt werden. Alles wird konstruktiv betrachtet und im Konsens entschieden. Hui, das wäre doch mal eine Idee. O. K., naiv, aber bestimmt witzig. Also so lange, bis die Ideen einer Alternativen für Deutschland zutage kommen. Das will ich evtl. doch nicht hören. Mein Vorschlag ist nicht ganz ausgereift, gebe ich zu.

Worauf möchte ich hinaus? Dieser Wahlkampf ist ein trauriges Schauspiel. Wir sinken auf ein Niveau des Trump’schen Wahlkampfes, in dem nur Fehler der anderen gesucht und ausgenutzt werden. Keine eigenen Inhalte, keine Kompromissbereitschaft und vor allem sinkt der Anstand immer weiter. Das alles beobachtet die jüngere Generation. Sie haben gemerkt, es geht um deren Zukunft. Nur leider dürfen sie noch nicht wählen. Mir bereitet das Kopfschmerzen. Noch eine ganze Woche müssen wir das ertragen. Und was dann kommt, verheißt nur noch mehr Schmerzen, befürchte ich.

In diesem Sinne, bleibt stark, geht wählen und denkt an die Zukunft der Kinder dieser Welt!

Bis nächste Woche.


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Und, wie war die Woche? #1

Das ist der Start einer Serie über die jeweils vergangene Woche. Bemerkenswertes und belangloses garniert mit subjektiver Meinung meinerseits.

Wenn der Kunde glücklich ist, …

… dann ist es auch das Team. O. K., die Erkenntnis ist nicht wirklich bahnbrechend. Dennoch, auch nach Jahrzehnten in der Rolle als Dienstleister, ist ein positives Feedback am Ende eines Projektes eigentlich das, was man möchte.

Klar, der ein oder andere schaut auf Zahlen und freut sich, wenn der Deckungsbeitrag im hohen zweistelligen Bereich ist und jeder über seine Grenzen (in Worten: Überstunden) hinausgegangen ist. Wenn dann noch der Kunde der Meinung ist, nur durch Druck entstehen echte Diamanten, ist es mit der Moral im Team meist nicht ganz so gut.

Ganz anders ist es, wenn der Kunde selbst Spaß am Projekt hat, aktiv mit Freude mitarbeitet und alles für den Erfolg ermöglicht. Besonders gut für die Moral: Wenn der Kunde das auch immer wieder offen betont, sich über die geleistete Arbeit freut. Wenn am Ende noch ein Lob in Form von „Geiles Projekt, geiles Team“ über die Lippen kommt und man in Gestik und Mimik erkennt: Das meint er ernst.

Das ist der Augenblick, indem das gesamte Team noch mehr Stolz für die geleistete Arbeit zeigt und hoch motiviert zumindest den Rest des Tages, vielleicht auch den Rest der Woche seinen Job erledigt.

Ich habe in den letzten Jahren viel zu oft erlebt, wie Teams in sich zusammenfallen. Grund war das Gegenteil von dem oben beschriebenem. Hochtalentierte Menschen machen nur noch Dienst nach Vorschrift. Kunden versuchen das letzte aus dem Budget zu pressen.
Striktes Controlling legt enge Fesseln an und hinterfragt offensichtliches (Warum dauert das so lange? Können wir das Feature nicht auf unbekannte Weise noch schnell zusätzlich umsetzen?). Das gibt dem Team immer ein Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Motivieren geht anders.

Diese Woche habe ich den positiven Fall erleben dürfen. Alle glücklich, jeder zufrieden und hoch motiviert. Die Stimmung in anschließenden Besprechung war gelöst, locker und einfach gut.

Was so ein bisschen Lob und positives Feedback ausmachen können. Vertrauen hilft, dass alle motiviert arbeiten und bringt ein großartiges Ergebnis hervor. Also, was hindert uns daran?

In diesem Sinne. Bis nächste Woche!


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