Leben

Und, wie war die Woche? #10

Luftballons an der Decke

Bereits seit zehn Wochen schreibe meinen wöchentlichen Rückblick. Ein Jubiläum! Woche für Woche überlege ich, was in der vergangenen Woche erwähnenswert war. Retrospektiv stelle ich fest, dass mich die Bundestagswahl scheinbar beschäftigt hat. Tatsächlich hat mich das etwas überrascht. Auch hat mich mein Job ein paar mal beschäftigt, obwohl ich immer versuche diesen Bezug zu vermeiden. Nimmt er nimmt doch bereit genug Raum ein. Familie, Freizeit und Hobbys dürfen nicht zu kurz kommen. Womit wir schon beim Thema sind.

Am 12.11.2006, früh am Morgen, nach etlichen Stunden warten und bangen, wurde unser erstes Kind geboren. Das gesamte Leben wurde schlagartig umgekrempelt. Der Fokus liegt vollständig auf diesem kleinen Menschen. Während der letzten anderthalb Jahrzehnten gab es viel Lustiges, Sorgenreiches und hin und wieder einen Streit. Keine Sekunde möchte ich missen. Man lernt so viel Demut, Geduld und Gelassenheit im Umgang mit Kindern. Werden sie älter, lernt man sie weniger zu behüten – Sorgen macht man sich trotzdem. Vor allem derzeit, nachdem die Kinder zwei Jahre lang alles getan haben, damit ältere und besonders gefährdete Menschen nicht an Corona erkranken oder gar sterben. Dafür bekamen die Kinder nicht mal einen Applaus vom Balkon.

Wir beobachten 7-Tage-Inzidenzen jenseits von Gut und Böse. Manche Landkreise ermitteln Werte über 1000 (in Worten: TAUSEND!). Wisst ihr noch, als ein Wert von 50 als sehr kritisch galt? Und bei Werten ab 200 wurde wieder alles geschlossen. Das ist nicht mal ein Jahr her.

Natürlich darf das der Wirtschaft nicht zugemutet werden! Wir sind doch alle geimpft, was soll schiefgehen? „Alle geimpft“ ist relativ zu sehen in Deutschland. Zumal immer noch nicht verstanden wird, dass geimpft nicht immun bedeutet. Wer geimpft ist, kann Corona bekommen und weiterhin andere anstecken. Impfschutz gilt in erster Linie für einen selbst. Und wer ist am meisten gefährdet? Genau, die Kinder, die noch lange nicht alle geimpft sind. Kinder, die ohne Einschränkungen in die Schule gehen. Deren Maskenpflicht in der Klasse aufgehoben wurde. Im Winter, ohne Luftfilteranlagen. Sind aber auch teuer diese Filter!

Und die „Regierung“? Na ja … die derzeitig geschäftsführende Regierung (bis die Ampel-Koalition endlich mal fertig sondiert hat …) weist alles von sich, gibt der sich bildenden neuen Regierung die Schuld an dem, was sie hinterlassen hat. Spannende Zeiten. Mediziner warnen vor dem Kollaps der Krankenhäuser. Köln und Mainz eröffnen die Karnevals-Saison mit Menschenmassen auf den Straßen. Mir fehlt das Verständnis, aber mir ist auch bewusst, dass nach zwei Jahren die Sehnsucht nach Normalität sehr groß ist. Dafür mit dem Denken aufhören? Keine gute Lösung.

Zu Beginn der Pandemie dachte ich, in ein paar Monaten sind wir durch. Wir hatten ja keine Erfahrung mit so was. Woher auch. Mittlerweile denke ich, dass wir noch einige Jahre mit dem Virus und vor allem den Folgen leben müssen. Kinder und auch ältere Menschen verlieren wertvolle Jahre. Daher bin ich weiterhin bereit eine Maske zu tragen, Abstand zu halten und Menschenmassen zu meiden.

In diesem Sinne, bis nächste Woche, tragt weiterhin eine Maske und lasst euch impfen.


Photo by Adi Goldstein on Unsplash

Und, wie war die Woche? #9

Brot im Gärkorb

Es ist alles verrückt. Corona hält uns weiterhin im Schwitzkasten und in Deutschland haben wir katastrophal schlechtere Zahlen als im letzten Herbst. Und was machen die Politiker? Sie wollen möglichst alles öffnen. Muss man nicht verstehen. Und ich möchte mich auch nicht darüber aufregen. Deshalb reden wir über ein für mich viel schöneres Thema. Dem Brot backen.

Während des zweiten Lockdowns habe ich den Antrieb verloren Brote zu backen. Vorher habe ich zumindest zweimal pro Woche ein Brot gebacken. Dazu hin und wieder Brötchen zum Wochenende. Auch wenn es dramatisch klingt, aber mein damaliger Sauerteig ist ebenfalls ein Corona-Opfer. Meine beiden Anstellgute (Anstellgüte? Anstellegutse? Wie ist eigentlich die Mehrzahl?) sind verschimmelt. Plötzlich waren sie tot. Aufgrund von meiner Vernachlässigung. Ich hatte einfach keine Lust Brote zu backen. Traurig.

(Brot)backen ist mein Yoga

Anfan Oktober 2021 habe ich endlich wieder einen neuen Sauerteig gezüchtet. Im Gegensatz zum letzten , diesmal mit Namen! Das Roggen-Anstellgut hört auf den Namen Roggnarök. Bereits das erste Brot war eine Wohltat. Nach etlichen Monaten mit Industrie-Brot praktisch eine Offenbarung. Aus Roggnarök habe ich ein Anstellgut aus Weizenmehl umgezüchtet. Natürlich auch mit Namen. Sie hört auf den Namen Wheatney!

Auch wenn ich im letzten Jahr fast gar nicht gebacken habe, fanden etliche neue Bücher zu dem Thema Brotbacken in meine Backstube (O. K., ist nur eine Küche). Darunter New World SourdoughAff. Link! von Bryan Ford. Sein Country Bread ist eine Offenbarung. Zum ersten Mal gelingt mir auf Anhieb ein reines Weizensauerteig-Brot. Die Freude am Brotbacken war wieder entfacht.

In dieser Woche ist mir das bewusst geworden. Ich suche aktiv nach neuen Rezepten und Inspirationen. Überwiegend mit Sauerteig, weniger Hefe und mehr Roggen. Mein Mehlvorrat ist wieder erheblich aufgestockt, sehr zum leid meines Paketboten. Die Familie freut es. Mein Sohn liebt es das frische Brot, ohne jeglichen Belag zu essen und freut sich auf jedes Einzelne. Ein Laib hält selten länger als zwei Tage.

Und es ist, wie es vor Corona bereits war: Backen ist mein Yoga! Egal, wie nervig andere sind oder wie aufreibend der Job ist, bei der Arbeit mit Wasser, Mehl und Salz stellt sich Entspannung ein. Ein gutes Brot benötigt Zeit und Geduld. Und die Geduld lernt man wieder, denn gerade bei einem Brot hilft es wenig, Druck auf die Zutaten auszuüben. Wo kann man mit nur drei Zutaten so vielfältige und vor allem leckere Ergebnisse erzielen?

Probiert es aus, auch wenn der Anfang meist holprig ist. Es lohnt sich, schmeckt und man weiß, was drin ist.

In diesem Sinne, bis nächste Woche!

Und, wie war die Woche? #8

Kranksein

Es wird ungemütlich draußen, die Nächte immer kürzer, bunte Blätter fallen von den Bäumen und die Temperaturen sinken. Zusammengefasst: schmuddeliges Herbstwetter. Feuchte Kälte zieht in die Knochen. Damit ist die Zeit für Erkältungen gestartet. War man letztes Jahr noch relativ gut geschützt, weil alle ihren Mund-Nasen-Schutz getragen haben, ist es dieses Jahr um ein vielfaches wahrscheinlicher, sich etwas einzufangen. Veranstaltungen mit vielen Menschen finden statt. Drinnen, wie draußen. Natürlich 2G, respektive 3G. Was soll schiefgehen?

Am Dienstag bemerkte ich den Anflug eines leichten Schnupfens. Im Laufe des Tages wird es schlimmer. Die oft zitierte Dunstglocke breitet sich um den Kopf aus. Matschiges Gefühl, Husten und Müdigkeit gesellen sich dazu.

Vor Corona hat man sich hingelegt, ausgeruht und gut war. Heute überlegt man zunächst, wo war ich? Wer könnte mich angesteckt haben? Was, wenn es DIESE Krankheit ist? Ich bin doch geimpft? Wo soll ich mich erkältet haben? Muss Corona sein! Erkältungen sind wie selbstverständlich ausgeschlossen.

Zu Hause liegen Antigen-Schnelltests so selbstverständlich bereit wie Toilettenpapier. Um sicherzugehen und vor allem um die überwiegend schutzlosen Kinder zu schützen, wird bei jedem Anzeichen einer Erkältung einen Schnelltest durchgeführt. Bei mir ist er negativ. Puh, noch mal Glück gehabt!

Unendlich dumm

Es ist schon verrückt, was Corona so bewirkt. Diese unterschwellige Angst, doch noch Opfer des Virus zu werden. Vor allem aber hat Corona ganz deutlich gezeigt, dass die Menschheit es nicht hinbekommt, gemeinsam eine komplexe Herausforderung zu meistern. Mir wird klar, dass Einstein recht hatte, wenn er sagte, die Dummheit der Menschen ist unendlich.

Impfgegner, privilegierte Fußballer oder Schauspieler, die trotz aller Regeln ungeimpft alles dürfen. Man stelle sich vor: In einem Stadion gilt ausschließlich 2G für Zuschauer, die Akteure hingegen sind zum Teil nicht geimpft.

Menschen, die voller Überzeugung Epidemiologen widersprechen. Immerhin haben sie mal ein YouTube-Video darüber geschaut. Es wird von Langzeitfolgen fabuliert, ohne verstanden zu haben, was das überhaupt ist. „Ist bestimmt wie Erkältungen oder eine Grippe!“

Meiner Meinung nach wurde viel zu wenig Aufklärungsarbeit geleistet. Dazu gehören Themen, wie Langzeitfolgen von Impfungen, die eben nicht auf Jahre gerechnet werden, sondern eher auf Monate. Natürlich gibt es dazu schon Erfahrungen.

Oder die Tatsache, dass Geimpfte sehr wohl das Virus übertragen können. Hat auch nie einer bestritten, erklärt aber auch nicht wirklich. Wer geimpft ist, durchlebt keinen schweren Verlauf und stirbt auch weniger wahrscheinlich. Dass die Anzahl von Impfdurchbrüchen mit steigender Anzahl von Impfungen größer wird, ist eine einfache Rechnung. Eigentlich.

Wir haben wieder einmal Inzidenzen jenseits von Gut und Böse. Da hilft es auch nicht, dass andere Kennzahlen zur Grundlage von Maßnahmen hinzugezogen werden. Die vierte Welle ist da.

Gefährdet ist die Altersgruppe der Kinder von 0 bis 12 Jahren. Ironischerweise die, die durch erhebliche Einschränkungen ermöglicht haben, dass ältere Menschen ihre Impfung bekommen konnten, ohne vorher zu erkranken oder gar zu sterben. Aus Dankbarkeit müssen sie jetzt damit leben, durchseucht zu werden. Denn keiner der Geimpften möchte auf seine Freiheit verzichten. Da ist sie wieder, die unendliche Dummheit. Man fabuliert von einem Freedom Day, als sei man ein Gefangener, der nichts durfte, eingesperrt in seinem Zuhause bei Wasser und Brot. Ich habe es nicht so empfunden.

Das Einzige, was helfen kann, ist eine Impfung bis eine höhere Impfquote als 66,6 % erreicht wird. Da kann man noch so neidisch auf Dänemark blicken. Dort haben sie übrigens eine Quote von über 75 %. Erreicht durch Aufklärung und weniger Aufgeregtheit. Vielleicht auch weniger Fußballer und Schauspieler, die sich als Epidemiologen aufspielen.

In diesem Sinne, bis nächste Woche!


Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

Und, wie war die Woche? #6

Linse mit Fokus

Fokus. Immer einen Fokus haben. Das habe ich diese Woche für mich wieder einmal gelernt. Kümmert man sich um alles, macht man vieles, aber nichts richtig. Eigentlich weiß das jeder, aber aus einem unbekannten Grund schleicht es sich nach und nach immer wieder ein. So wie die Kälte durch ein schlecht isoliertes Fenster.

Plötzlich merkt man, dass an ganz vielen Stellen entweder etwas von einem erwartet wird, oder man hat diese Erwartungen an sich selbst. Das resultiert darin, dass bald eine Erwartung nicht erfüllt wird. Bestenfalls merken das alle Parteien früh genug und reden miteinander. Aber was tun, wenn man feststellt, dass zu viele an oder in einem ziehen?

Für Unternehmen gibt es OKRs (Objective and Key Results). Ich spare mir die Erklärung, was das ist und verweise auf diese Webseite. Grob beschrieben arbeiten OKRs nach dem Prinzip:

Wenn die Unternehmensführung messbare Ziele hat, kann sich jeder einzelne, sei es ein Team oder Mitarbeiter, daran mit eigenen messbaren Zielen ausrichten.

Sie werden vierteljährlich erstellt und strukturiert nachgehalten. Jeder weiß, wohin die Reise geht und wie sie sinnstiftend unterstützt werden kann. Mein Arbeitgeber nutzt seit einigen Jahren OKRs. Das funktioniert nach Anlaufschwierigkeiten mittlerweile gut. Jedes Team fokussiert sich. Dennoch passiert es, dass einzelne ihren eigenen Fokus verlieren, oder einfach zu viele Dinge auf einmal machen wollen – oder sollen?

Mir ist in dieser Woche klar geworden, dass es daran liegt, dass die persönlichen OKRs fehlen. Denn diesen Schritt haben wir Unternehmensseitig noch nicht gemacht. Team OKRs sind wichtig und gut, neigen aber zu „Nimm du den Ball, ich hab‘ ihn sicher!“. Liegt scheinbar in der Natur des Menschen. Erkennt man das und möchte mit einem „Verantwortlichen“ pro KR entgegenwirken, verlassen sich plötzlich alle darauf, dass diese(r) das Key Result schon wuppt! Das ist nicht im Sinne des Erfinders. Sollen OKRs doch die selbstorganisierte Führung unterstützen.

Führt man jetzt persönliche OKRs auf Mitarbeiterebene ein, kann das Bild ein ganz anderes werden. Und genau das habe ich für mich nach einem Gespräch mit einem Kollegen getan. Er hatte das gleiche Problem: Fehlender Fokus, zu viele, die an oder in einem ziehen. Also hingesetzt, eigene OKRs geschrieben. Mit Blick auf die Unternehmens- und Team-Ziele. Siehe da, hier ist er wieder: der Fokus! Ich weiß, was ich in diesem Quartal machen möchte, wo ich mich zielführend einbringe. Die OKRs werden im nächsten Schritt öffentlich im Unternehmen geteilt und jeder kennt meine Ziele und wie ich diese erreichen möchte. Befreiend!

Ob das auch im Privaten klappen kann? Familien OKRs? Ich kenne Familien, die machen regelmäßige Retros, warum also nicht auf OKR auf die Familienebene heben? Einen Versuch ist es bestimmt wert. Falls ich mich hierzu durchringen kann, lest ihr es hier als Erstes.

In diesem Sinne, bis nächste Woche!


Photo by Jonnelle Yankovich on Unsplash

Lebenslang lernen – Teil 2

Bild eines Skateparks

Teile 2? Ja, ich hatte bereits im November 2019 auf eine rüstige Japanerin aufmerksam gemacht, die mit zarten 84 Jahren die App-Entwicklung gelernt hat und für mich dem Begriff Lebenslang lernen eine neue Bedeutung gegeben hat.

Scheinbar sind japanische Menschen im höheren Alter eher bereit nochmals etwas Neues zu lernen. Anders kann ich mir das nicht erklären, dass 81-jähriger Japaner mit dem Skateboarding anfängt. Liest man von anderen Nationen seltener. Ich finde es toll!

Die Beweggründe sind unerheblich, viel wichtiger ist, dass man es macht. Sich traut und letztendlich Spaß an der Sache hat. Egal, ob 84, 81 oder 47 Jahre alt.

Ich ziehe meinen virtuellen Hut und überlege, ob ich nicht auch mal wieder mein Skateboard rauskrame oder endlich mit dem Kitesurfen anfange. Was mich beruhigt: Ich habe allem Anschein nach noch einige Jahrzehnte Zeit, um neues zu lernen und vor allem um neues zu machen. Man muss es nur tun und man ist nie zu alt.

Nur so ist die Aussage Lebenslang lernen sinnvoll.


Photo by Matteo Paganelli on Unsplash

Produktivität: Meine Top 5 Mac Tools

In meiner täglichen Arbeit gibt es Tools, die ich beinahe immer benutze. Damit meine ich nicht die Aufmerksamkeitsstaubsauger E-Mail-Client oder Videochat-Software. Nein, ich rede von Tools, die mich unterstützen, mir einen Mehrwert liefern und den Alltag einfacher gestalten. Das sind keine Wunderwaffen, die meine Produktivität explodieren lassen und auch keine Lifehacks, die es mir erlauben in 4h die Arbeit von 5 Tagen zu erledigen.

Hier sind meine Top 5 Tools für meine tägliche Arbeit!

5. DeepL

Seit Jahren verwendet ich DeepL, wenn ich Texte und Wörter in andere Sprachen übersetzen möchte. Anfangs nur die Webseite.

DeepL bietet auch eine Desktop-Applikation für den Mac an. Genau die ist für mich ein Gamechanger. Stoße ich auf eine Passage, deren Übersetzung nicht trivial ist oder mir einfach das deutsche Wort nicht einfällt, kommt diese App zu tragen. Das beste Feature ist, dass mittels Shortcut (Standard-Einstellung zweimal CMD-C) der aktuell markierte Text in die App übernommen und übersetzt wird.

Besser noch: die Übersetzung kann direkt eingefügt werden, sofern man sich in einem editierbaren Textfeld, respektive Editor o. ä. befindet. Kein umständliches Wechseln in einen Browser kopieren und einfügen. Kann ich nur empfehlen.

4. Forklift

Screenshot von Forklift.
Screenshot: Forklift

Forklift von binarynights ist ein Dateimanager. Genauer gesagt ist es ein Dual-Pane-Filemanager. Bedeutet: Man hat zwei Spalten mit jeweils einem Verzeichnis nebeneinander. Kennen einige andere ältere ggf. vom Norton Commander oder Amiga-Veteranen von Directoy Opus.

Dazu bietet Forklift Unterstützung für Netzwerklaufwerke, SFTP und vieles mehr. Ich kann mir keinen besseren File-Manager vorstellen, war und bin weiterhin bereit dafür zu zahlen.

3. VSCode

Hin und wieder programmiere ich gerne. Sei es zum Spaß mit Flutter, oder bei Data Science Projekten mit Python.

Egal, welche Sprache, ich benutze immer VS Code. Vor allem im Umgang mit Flutter und den genialen Erweiterungen dafür ist VS Code unschlagbar.

Wer mit Python im Data Science Umfeld arbeitet, erfährt ebenso großartigen Unterstützung durch Extensions. Für mich die universelle IDE und immer geöffnet, denn im Tagesverlauf gibt es immer etwas zu programmieren 😉

Damals™ war dafür jeweils eine IDE notwendig. In Sachen Produktivität für mich nicht mehr vorstellbar.

2. LanguageTool

Was DeepL für die Übersetzungen ist, ist LanguageTool für die Rechtschreibkontrolle und Grammatik.

Den Service will ich nie wieder missen. Mittels eines Browser-Plug-ins bekommt man für jedes Textfeld auf Webseiten sofort eine Überprüfung. Das hat mich schon vor so einigen sinnbefreiten Kommentaren bewahrt.

In der freien Version sind die Features ausreichend, die volle Stärke spielt LanguageTool aber erst mit einem Premium Abo aus. Damit kann über eine einfache Rechtschreib- und Grammatikkontrolle der Stil geprüft werden. Zusätzlich ist die Verwendung mit MS Word und in Google Docs möglich. Dafür bin ich gerne bereit Geld zu zahlen.

Für mich hat LanguageTool gefühlt besser abgeschnitten als der Mitbewerber Duden-Mentor. Ich nutze es seit mehr als einem Jahr regelmäßig.

Von der Möglichkeit LanguageTool in Word zu verwenden, mache ich eher selten gebrauch. Warum das der Fall ist, zeigt mein absolutes Top-Tool auf meinem Mac.

1. Ulysses – Mein Tool für die Produktivität!

Screeenshot von Ulysses
Screenshot: Ulysses

Ulysses ist die ultimative Schreibmaschine. Im Prinzip ein „einfacher“ Markdown-Editor. Die Superkraft liegt in den Details.

Vom wirklich großartigen iCloud-Sync zwischen Apple-Geräten bis hin zu Rechtschreibüberprüfungen mittels LanguageTool (ahh, deshalb!). Ich schreibe relativ viel, notiere mir viel in Besprechungen/Telefonate, sammle Ideen, Rezepte oder bereite Vorträge vor. All’ das mache ich mit Ulysses und hilft mir sehr bei meiner Produktivität.

Artikel kann ich aus dem Tool heraus direkt auf WordPress, Medium, Ghost oder Micro.blog einstellen. Ich kann die Texte als Datei (HTML, PDF, DOCX, ePUB, Text) ausgeben lassen. Ulysses unterstützt etliche Themes und Templates, damit das auch sauber aussieht.

Vor allem der Arbeitsablauf, wenn man verschiedene Geräte nutzt, ist großartig. Alles wird über iCloud synchronisiert. Vom Mac, über iPad bis hin zum iPhone. Und ja, man ist in der Mac-Welt gefangen, denn das Tool ist ausschließlich für Applegeräte zu haben. Für mich kein Problem. Im Gegenteil. Alles ist auf die Systeme optimiert und läuft stabil und ressourcenschonender als Multi-Plattform-Tools.

Wenn es ein Tool gibt, das ich wirklich täglich nutze – privat oder geschäftlich – ist es Ulysses. Dafür zahle ich sogar sehr gerne eine jährlich Abogebühr.


Das sind meine Top 5 Tools, die ich wirklich täglich nutze. Habt ihr auch solche Tools? Was begleitet euch tagtäglich auf dem Rechner? Gerne einen Kommentar hinterlassen! Ich freue mich immer über neue Inspirationen.

17 Monate später – nichts aus Corona gelernt?

Am 03.0.3.2020 habe ich auf diesem Blog meinen ersten Artikel zu Corona verfasst. Die Zahlen zu Beginn der Pandemie waren weniger furchterregend, als man es im Nachhinein meinen möge. Doch es kam tatsächlich schlimmer als man es sich ausdenken konnte. Das Leben lag brach, Lockdowns, Masken- und Homeoffice-Pflicht. Meine naive Einschätzung wurde durch die brutale Realität eingeholt und Corona kam deutlich heftiger über die Erde, als ich mir das vorstellen konnte.

My Corona – COVID-19 Update

Im letzten Post habe ich mich mit den Daten zu dem Corona/Covid-19-Virus beschäftigt. Dort habe ich ein paar Diagramme erstellt und (subjektive) Rückschlüsse daraus gezogen. Ein Kollege fragte mich, in Bezug auf den Vergleich zwischen den bestätigten Infektionen zwischen Deutschland und China, wie sich die Kurven im Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerung verhalten.

Voilà, so schauts’ aus:

Diagramm: Bestätigte Infektionen in Bezug zur Bevölkerung.

Man sieht sehr schön: In Deutschland stehen wir am Anfang eines exponentiellen Anstiegs. In Bezug auf die Gesamtbevölkerung herrschen bei uns noch nicht die gleichen Herausforderungen, wie es in China ist und war.

Auf Hinweis des gleichen Kollegen habe ich auch die Infizierten, Geheilten und Toten gegenüber gestellt. Und siehe da: Wir haben stand 05.03.2020 mehr geheilte als bestätigt infizierte.

Diagramm: Vergleich der Infektionen, Heilungen und Toten

Es bleibt abzuwarten, wie sich das Virus in Europa und Amerika entwickelt, dennoch finde ich das diese positive Entwicklung auch mal erwähnt werden muss!

Coronavirus – oder: COVID-19 übernehmen sie!

Coronavirus? COVID-19? Nichts bestimmt die News mehr als dieser Virus, gegen den bisher keine Impfung und Heilmittel bekannt ist. Trotzdem sterben daran nur die Wenigsten. Daten dazu habe ich mir mal angeschaut und für mich interpretiert.

Da ich weder über eine geeignete medizinische Ausbildung, noch in der Forschung beschäftigt bin, habe ich die Daten rein aus persönlichem Interessen analysiert und interpretiert. Alle Interpretationen sind rein subjektiv und spiegeln meine Beobachtungen wider.

Vor allem diente mir dieser Case als Übung. Zum einen, um mit Pandas und Matplotlib zu arbeiten. Zum Anderen konnte ich die Analyse von Daten inkl. der Interpretation von Daten üben. Ich stelle in dem Post meist die Zahlen aus China und Deutschland in Bezug. Hintergrund ist, dass der Virus in China eine ganz andere Verbreitung hat, als in Deutschland. Hierbei kann man einige (subjektive) Rückschlüsse ziehen.

Die Daten habe ich aus dem Github-Repository von JHU CSSE entnommen. Dort findet man zum einen eine Gesamtübersicht über alle registrierten Fälle, als auch eine zeitliche Betrachtung der Fälle, jeweils aufgeteilt in Länder und, falls vorhanden, in deren Regionen. Die Daten dort sind immer Tagesaktuell und werden aktuell gehalten. Meine Analyse basiert auf den Daten vom 02.03.2020.